Adelheid-Dojo Wiesbaden
  Schule für Aikido und Feldenkrais

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Dojo-Etikette


Der Weg des Aikido ist die Übung einer Kampfkunst. Das heißt, in den Übungen begegnen sich die Partner körperlich und gefühlsmäßig in einer Nähe, wie sie es üblicherweise nicht zulassen würden. Mit den folgenden Dojo-Regeln schenken wir uns das gegenseitige Vertrauen und erhalten uns die gegenseitige Rücksicht.



IN DAS DOJO EINTRETEN

In jedem Raum herrscht ein eigener Geist, eine eigene Idee. Mit dem Grüßen der Tokonoma an der Schwelle zur Tatami stimme ich mich auf diesen Gedanken ein und begebe mich bewußt in das Kraftfeld des Dojos. Es steht jedem frei, diese Schwelle nicht zu überschreiten.

DIE STUNDE ANFANGEN

Zu Beginn der Stunde setzen wir uns in die Stille und lassen den Alltag abgleiten. Wir leeren den Kopf von Stress und Sorgen. So schaffen wir Raum für das Training. Die Verbeugung vor der Aikido - Kalligraphie ist gleichermaßen Ausdruck der Achtung und Selbstachtung.

SPÄTER KOMMEN

Es ist nie zu spät. Wer aber nicht vor Beginn der Stunde kommen kann, wartet vor dem Dojo bis das Sitzen in der Stille abgeschlossen ist. Auf jeden Fall setzt man sich noch einmal in die Stille bis der Lehrer einen zur Teilnahme an der Stunde einlädt.

DIE TECHNIKEN WERDEN GEZEIGT

Zur Vorführung der Techniken setzten sich alle zügig hin. Jeder sollte alles sehen können und der Lehrer braucht genug Platz. Natürlich richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf das Gezeigte, um nicht nachher gedankenlos etwas anderes zu machen. Nach der Vorführung beginnt man ohne wertvolle Übungszeit zu vergeuden das gemeinsame Üben.

MIT DEM PARTNER ÜBEN

In der Stunde arbeiten wir solange mit einem Partner zusammen bis auf Anweisung des Lehrers gewechselt wird. Die Techniken werden entsprechend dem Können der Partner rücksichts- und respektvoll ausgeführt. Es werden keine großen Worte verloren und keine Vorträge gehalten. Man schwingt sich auch nicht zum Hilfslehrer auf. Der Partner darf nicht mit Kraft an der Ausübung seiner Bewegung gehindert werden. Jeder soll Aikido auf seine eigene Weise erfahren und erleben können.

VON DEM LEHRER UNTERWIESEN WERDEN

Die persönlichen Unterweisungen sind eine wichtige Hilfe auf unserem Weg des Lernens. Beide Partner sind angesprochen. Auch der Zuschauende richtet seine Aufmerksamkeit auf die Vorführungen und Erläuterungen. Er hält sich im Seiza sitzend bereit, um jederzeit als Uke zur Verfügung zustehen.

DIE STUNDE BEENDEN

Nach dem Verbeugen vor den Trainingspartnern beenden wir die Stunde mit dem gemeinsamen Fegen der Tatami. Das gemeinsame Saubermachen erinnert uns, daß jedes Dojo von der Gemeinschaft lebt und die Übung des Weges über das Studieren der Techniken hinausreicht. Danach kann sich jeder seinen privaten Bedürfnissen widmen.


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